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Fr |25|02|2011| CINEMA

100 Jahre Frankenstein!

Stummfilme mit live-Musik PLUTONIUMTRANSPORT.

100 JAHRE FRANKENSTEIN!

Frankenstein 
(1910) von Thomas A. Edison ist die erste filmische Adaption von Mary Shelleys Roman Frankenstein. Dauer: 13'

Cameraman's Revenge
(Moskau,1912) von Ladislaw Starewicz ist ein Animationsfilm. Die Figuren sind Insekten, z.B. ein Nashornkäfer, eine Libelle, ein Grashüpfer. Eine Geschichte über Liebe, Eifersucht und Rache. Dauer: 13'

The Mascot
(Paris,1933) von Ladislaw Starewicz ist eine Märchen über eine Puppenmacherin und ihr krankes Mädchen, wobei die Puppen zum Leben erwachen und unglaubliche Abenteuer erleben. Dauer: 26'

PLUTONIUMTRANSPORT

Die Vertonungen der drei Filme sind keine Filmmusik im gewohnten Sinn. Die Musik ist eigenständig und kommentiert nicht unbedingt den Film. Vielmehr kreuzen sich Musik und Film gelegentlich. Marc Lardon und Daniel Sailer spielen als Duo unter dem Namen PLUTONIUMTRANSPORT. Marc Lardon spielt Bassklarinette (auch Kontrabassklarinette) und Elektronik, Daniel Sailer Kontrabass (auch elektrischer Kontrabass) und Elektronik.

Plutoniumtransport erschafft dunkle atmosphärische Klangräume, von unheimlich brodelnd bis finster dröhnend. Ausufernde, dichte, sich langsam verändernde, mäandrierende Improvisationen von epischer Länge schicken den geneigten Hörer auf einen Trip, der einem Sturz durchs All gleichkommt. Dröhnende Clusters und stochernde Patterns kollidieren, reiben sich aneinander, zersetzen sich gegenseitig, bis aus den Trümmern wieder neue Gebilde entstehen - eine unendliche Spirale, die von verschiedenen Gravitationsfeldern verzerrt wird, aber stur ihrer Spur folgt. Die Klangästhetik ist dabei von grosser Wichtigkeit. Die beiden Musiker bevorzugen den Sound der Psychedelic-Bands der frühen 70er, wobei sich diese Vorliebe auf den Sound allein beschränkt. Plutoniumtransport ist keine Pink Floyd Revival-Band, verwendet aber ähnliches Equipment. -hervorzuheben sind z.B. die Band-Echos- um diesem seither unerreichten mysteriösen, spacigen Klangcharakter nahe zu kommen.    

25.02.2011, 20:15

100 JAHRE FRANKENSTEIN!

Frankenstein 
(1910) von Thomas A. Edison ist die erste filmische Adaption von Mary Shelleys Roman Frankenstein. Dauer: 13'

Cameraman's Revenge
(Moskau,1912) von Ladislaw Starewicz ist ein Animationsfilm. Die Figuren sind Insekten, z.B. ein Nashornkäfer, eine Libelle, ein Grashüpfer. Eine Geschichte über Liebe, Eifersucht und Rache. Dauer: 13'

The Mascot
(Paris,1933) von Ladislaw Starewicz ist eine Märchen über eine Puppenmacherin und ihr krankes Mädchen, wobei die Puppen zum Leben erwachen und unglaubliche Abenteuer erleben. Dauer: 26'

PLUTONIUMTRANSPORT

Die Vertonungen der drei Filme sind keine Filmmusik im gewohnten Sinn. Die Musik ist eigenständig und kommentiert nicht unbedingt den Film. Vielmehr kreuzen sich Musik und Film gelegentlich. Marc Lardon und Daniel Sailer spielen als Duo unter dem Namen PLUTONIUMTRANSPORT. Marc Lardon spielt Bassklarinette (auch Kontrabassklarinette) und Elektronik, Daniel Sailer Kontrabass (auch elektrischer Kontrabass) und Elektronik.

Plutoniumtransport erschafft dunkle atmosphärische Klangräume, von unheimlich brodelnd bis finster dröhnend. Ausufernde, dichte, sich langsam verändernde, mäandrierende Improvisationen von epischer Länge schicken den geneigten Hörer auf einen Trip, der einem Sturz durchs All gleichkommt. Dröhnende Clusters und stochernde Patterns kollidieren, reiben sich aneinander, zersetzen sich gegenseitig, bis aus den Trümmern wieder neue Gebilde entstehen - eine unendliche Spirale, die von verschiedenen Gravitationsfeldern verzerrt wird, aber stur ihrer Spur folgt. Die Klangästhetik ist dabei von grosser Wichtigkeit. Die beiden Musiker bevorzugen den Sound der Psychedelic-Bands der frühen 70er, wobei sich diese Vorliebe auf den Sound allein beschränkt. Plutoniumtransport ist keine Pink Floyd Revival-Band, verwendet aber ähnliches Equipment. -hervorzuheben sind z.B. die Band-Echos- um diesem seither unerreichten mysteriösen, spacigen Klangcharakter nahe zu kommen.