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Fr |21|10|2011| CINEMA

Balada triste de trompeta

Álex de la Iglesia, ES 2010, 105', Sp/d/f, ab 16

Eine groteske Parabel auf die Fraco-Diktatur: Irrsinnig, makaber, brutal

Schon Javiers Vater war Clown und wurde 1937 von den spanischen Faschisten mitten aus einer Vorstellung gerissen und als Soldat rekrutiert.

1973 versucht sich Javier selber als Clown und heuert beim Zirkus an. Dort trifft er auf Sergio, den Star der Manege. Sergio ist ein hoch talentierter und genialer Clown, den alle Kinder lieben, der aber eine furchtbare sadistische Ader hat. Sergios wunderschöne Freundin, die Zirkusartistin Natalia, hat unter seiner krankhaften Brutalität am schmerzhaftesten zu leiden, scheint aber auch perverserweise die Bestialität des "lustigen Clowns" anziehend zu finden. Als sich Javier auf den ersten Blick hoffnungslos in Natalia verliebt, kann sie das alle nur ins Verderben stürzen. Denn es gefällt Sergio natürlich gar nicht, dass sein Gegenpart - der dicke, traurige Clown - für die schöne Natalia Gefühle hegt.

Der baskische Regisseur Alex de la Iglesia lässt in seiner furiosen Groteske eine Zirkustruppe als Sinnbild der spanischen Gesellschaft stehen, die sich in zunehmendem Irrsinn buchstäblich selbst zerfleischt. Die grelle Politsatire gewann in Venedig 2010 die Preise für die Beste Regie und das Beste Drehbuch.

21.10.2011, 23:00 28.10.2011, 23:00

Schon Javiers Vater war Clown und wurde 1937 von den spanischen Faschisten mitten aus einer Vorstellung gerissen und als Soldat rekrutiert.

1973 versucht sich Javier selber als Clown und heuert beim Zirkus an. Dort trifft er auf Sergio, den Star der Manege. Sergio ist ein hoch talentierter und genialer Clown, den alle Kinder lieben, der aber eine furchtbare sadistische Ader hat. Sergios wunderschöne Freundin, die Zirkusartistin Natalia, hat unter seiner krankhaften Brutalität am schmerzhaftesten zu leiden, scheint aber auch perverserweise die Bestialität des "lustigen Clowns" anziehend zu finden. Als sich Javier auf den ersten Blick hoffnungslos in Natalia verliebt, kann sie das alle nur ins Verderben stürzen. Denn es gefällt Sergio natürlich gar nicht, dass sein Gegenpart - der dicke, traurige Clown - für die schöne Natalia Gefühle hegt.

Der baskische Regisseur Alex de la Iglesia lässt in seiner furiosen Groteske eine Zirkustruppe als Sinnbild der spanischen Gesellschaft stehen, die sich in zunehmendem Irrsinn buchstäblich selbst zerfleischt. Die grelle Politsatire gewann in Venedig 2010 die Preise für die Beste Regie und das Beste Drehbuch.