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So |05|09|2010| TRIBUNA

Corin Curschellas - Pomp auf Pump

Theaterabend mit Corin Curschellas

Wie viel Schmuck braucht der Mensch, um schmuck zu sein? Wie viel Lüge ist nötig, um schön zu sein? Wie gross muss die individuelle Materialschlacht ausfallen, um sagen zu können, ich hab aus dem Vollen geschöpft? Und was bleibt, wenn die Party vorbei, die Wimperntusche verwischt, das Mieder abgelegt ist? Mit der Musiktheaterproduktion «Pomp auf Pump» begibt sich die Musikerin und Schauspielerin Corin Curschellas auf die Suche nach dem Unterschied von Sein und Schein.
Und auf der Bühne? Da herrschte eine seltsame Atmosphäre zwischen Heimeligkeit und Schrecken. Curschellas erzählte Geschichten. Zum Beispiel jene von Rosalia, der Frau mit dem schönsten Lächeln der Surselva, der ein dreister Südtiroler das Herz brach. Oder jene vom einst neu errichteten Galgen in Waltensburg, über dessen Erstgebrauch die Dörfler debattierten. Man wollte den Strick keinesfalls an einen dahergelaufenen Ausländer verschwenden, sei er doch den eigenen Kindern und Kindeskindern zugedacht.

Immer wieder eingestreut: Lieder, bei denen sich Curschellas selber begleitete - zart, intim, tiefsinnig, romantisch, witzig und auf eine freche Weise magisch wie der ganze Theaterabend.

05.09.2010, 20:15

Wie viel Schmuck braucht der Mensch, um schmuck zu sein? Wie viel Lüge ist nötig, um schön zu sein? Wie gross muss die individuelle Materialschlacht ausfallen, um sagen zu können, ich hab aus dem Vollen geschöpft? Und was bleibt, wenn die Party vorbei, die Wimperntusche verwischt, das Mieder abgelegt ist? Mit der Musiktheaterproduktion «Pomp auf Pump» begibt sich die Musikerin und Schauspielerin Corin Curschellas auf die Suche nach dem Unterschied von Sein und Schein.
Und auf der Bühne? Da herrschte eine seltsame Atmosphäre zwischen Heimeligkeit und Schrecken. Curschellas erzählte Geschichten. Zum Beispiel jene von Rosalia, der Frau mit dem schönsten Lächeln der Surselva, der ein dreister Südtiroler das Herz brach. Oder jene vom einst neu errichteten Galgen in Waltensburg, über dessen Erstgebrauch die Dörfler debattierten. Man wollte den Strick keinesfalls an einen dahergelaufenen Ausländer verschwenden, sei er doch den eigenen Kindern und Kindeskindern zugedacht.

Immer wieder eingestreut: Lieder, bei denen sich Curschellas selber begleitete - zart, intim, tiefsinnig, romantisch, witzig und auf eine freche Weise magisch wie der ganze Theaterabend.