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Fr |27|09|2013| CINEMA

Detachment

Tony Kaye, US 2011, 97', E/d/f, ab 14

Ein Sozialdrama

Er bleibt nie lange. Henry Barthes ist Aushilfslehrer, unterrichtet mal hier, mal dort. Jetzt beginnt er an einer High School bei New York, die einen extrem schlechten Ruf hat. Von den Jugendlichen seiner neuen Klasse wird Henry mehr gefordert als je zuvor. Und da sind drei Frauen, die sich für ihn interessieren: seine Kollegin Sarah Madison, die Schülerin Meredith und die obdachlose Prostituierte Erica. Sie werden Henrys Welt durcheinanderbringen und ihn mit seinen dunklen Seiten konfrontieren... 

«Detachment» erzählt von überforderten Lehrern, kaum zu bändigenden Schülern, von Eltern, die alle Erziehungs-Verantwortung an die Schule delegieren. Und von einem Mann, der sich stellen muss - der Realität und seiner Vergangenheit.

Inhaltlich ist Tony Kayes Film dem Sozialrealismus verpflichtet. Optisch allerdings setzt der in London geborene Regisseur («American History X») neue Massstäbe. Er arbeitet mit Parallelmontagen, animierten Zeichnungen, surrealen Bildern und einem ausgeklügelten Farbkonzept. Dabei kann Kaye auf herausragende Darsteller zählen - allen voran Adrien Brody («The Pianist», «The Darjeeling Limited») in der Rolle des seelisch verkrusteten Henry. 

«Detachment», zweifach ausgezeichnet am Festival in Deauville, ist ein aussergewöhlicher Film, der sich in keine Schublade stecken lässt - kühn, klug, aufwühlend. 

27.09.2013, 20:15 28.09.2013, 20:15

Er bleibt nie lange. Henry Barthes ist Aushilfslehrer, unterrichtet mal hier, mal dort. Jetzt beginnt er an einer High School bei New York, die einen extrem schlechten Ruf hat. Von den Jugendlichen seiner neuen Klasse wird Henry mehr gefordert als je zuvor. Und da sind drei Frauen, die sich für ihn interessieren: seine Kollegin Sarah Madison, die Schülerin Meredith und die obdachlose Prostituierte Erica. Sie werden Henrys Welt durcheinanderbringen und ihn mit seinen dunklen Seiten konfrontieren... 

«Detachment» erzählt von überforderten Lehrern, kaum zu bändigenden Schülern, von Eltern, die alle Erziehungs-Verantwortung an die Schule delegieren. Und von einem Mann, der sich stellen muss - der Realität und seiner Vergangenheit.

Inhaltlich ist Tony Kayes Film dem Sozialrealismus verpflichtet. Optisch allerdings setzt der in London geborene Regisseur («American History X») neue Massstäbe. Er arbeitet mit Parallelmontagen, animierten Zeichnungen, surrealen Bildern und einem ausgeklügelten Farbkonzept. Dabei kann Kaye auf herausragende Darsteller zählen - allen voran Adrien Brody («The Pianist», «The Darjeeling Limited») in der Rolle des seelisch verkrusteten Henry. 

«Detachment», zweifach ausgezeichnet am Festival in Deauville, ist ein aussergewöhlicher Film, der sich in keine Schublade stecken lässt - kühn, klug, aufwühlend.