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Do |28|20:15| TRIBUNA

Devid Striesow liest Robert Walser

Einrichtung: Thorsten Lensing

«Mir sind Menschen bekannt, die der Meinung sind, es werde zu viel geschriftstellert. Wie zum Beispiel auch zu viel gemalt. Ich bin auch dieser Meinung, und daher beunruhigt mich der scheinbar zurzeit schlafende Schriftsteller Walser keineswegs. Mich freut vielmehr sein Verhalten.

Ich wünsche also unbeachtet zu sein. Sollte man mich trotzdem beachten wollen, so werde ich meinerseits die Achthabenden nicht beachten.»
(Robert Walser über Robert Walser)

Robert Walsers Prosa macht traurig und glücklich, Kategorien wie gut und schlecht sind irgendwie sinnlos bei ihm. Walser ist immer sowohl als auch: gut und böse, zierlich und chaotisch, klein und groß, natürlich und künstlich. So könnte man auch den Schauspieler Devid Striesow beschreiben, der uns mit dieser wunderbaren Lesung beglückt. 

20.-
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«Mir sind Menschen bekannt, die der Meinung sind, es werde zu viel geschriftstellert. Wie zum Beispiel auch zu viel gemalt. Ich bin auch dieser Meinung, und daher beunruhigt mich der scheinbar zurzeit schlafende Schriftsteller Walser keineswegs. Mich freut vielmehr sein Verhalten.

Ich wünsche also unbeachtet zu sein. Sollte man mich trotzdem beachten wollen, so werde ich meinerseits die Achthabenden nicht beachten.»
(Robert Walser über Robert Walser)

Robert Walsers Prosa macht traurig und glücklich, Kategorien wie gut und schlecht sind irgendwie sinnlos bei ihm. Walser ist immer sowohl als auch: gut und böse, zierlich und chaotisch, klein und groß, natürlich und künstlich. So könnte man auch den Schauspieler Devid Striesow beschreiben, der uns mit dieser wunderbaren Lesung beglückt.