Skip to main content

Do |11|04|2013| CINEMA

Fill the Void

Rama Burshtein, IL 2012, 90', Ov/d/f, ab 14

Venedig 2012 - beste Hauptdarstellerin

Fröhliche Musik klingt durchs Haus, die Stimmung ist ausgelassen. Die jüdisch-orthodoxe Familie der 18-jährigen Shira begeht das Purimfest. Da werden die Feiernden unvermittelt von einem schweren Schicksalsschlag ereilt: Shiras Schwester Esther stirbt während der Geburt ihres ersten Kindes. 

Zurück bleibt ihr Ehemann Yochay mit dem neugeborenen Buben. Nach einiger Zeit plant er, wieder zu heiraten - eine Frau, die in Belgien wohnt. Rivka, die Mutter von Esther und Shira, ist verzweifelt, sie möchte ihr Enkelkind nicht verlieren. So macht sie schliesslich einen gewagten Vorschlag: Yochay könnte Esthers jüngere Schwester Shira heiraten - und damit in Tel Aviv bleiben. 

Yochay und Shira reagieren skeptisch... 

Rama Burshtein ist die erste ultraorthodoxe Jüdin, die in Israel einen Film fürs Kino gedreht hat - und was für einen! «Fill the Void» ist sorgfältig ausgestattet und wartet mit einer berührenden Story, zauberhaften Bildtableaus und einer Atmosphäre voller Sinnlichkeit auf. Kein Wunder, wurde der Film sogleich an die internationalen Festivals von Venedig (hier gewann Hauptdarstellerin Hadas Yaron den Preis als beste Schauspielerin), Toronto, New York und London eingeladen. Regisseurin Rama Burshtein, die auch das Drehbuch verfasst hat, erzählt aus dem ultraorthodoxen jüdischen Milieu und öffnet so einen einzigartigen Blick in eine unbekannte Welt. Dabei ist «Fill the Void» weniger eine Geschichte über Religion als eine über den Gegensatz zwischen Vernunft und Gefühl - und das macht diesen Film zu einem universellen Kino-Juwel. 

11.04.2013, 20:15 18.04.2013, 20:15

Fröhliche Musik klingt durchs Haus, die Stimmung ist ausgelassen. Die jüdisch-orthodoxe Familie der 18-jährigen Shira begeht das Purimfest. Da werden die Feiernden unvermittelt von einem schweren Schicksalsschlag ereilt: Shiras Schwester Esther stirbt während der Geburt ihres ersten Kindes. 

Zurück bleibt ihr Ehemann Yochay mit dem neugeborenen Buben. Nach einiger Zeit plant er, wieder zu heiraten - eine Frau, die in Belgien wohnt. Rivka, die Mutter von Esther und Shira, ist verzweifelt, sie möchte ihr Enkelkind nicht verlieren. So macht sie schliesslich einen gewagten Vorschlag: Yochay könnte Esthers jüngere Schwester Shira heiraten - und damit in Tel Aviv bleiben. 

Yochay und Shira reagieren skeptisch... 

Rama Burshtein ist die erste ultraorthodoxe Jüdin, die in Israel einen Film fürs Kino gedreht hat - und was für einen! «Fill the Void» ist sorgfältig ausgestattet und wartet mit einer berührenden Story, zauberhaften Bildtableaus und einer Atmosphäre voller Sinnlichkeit auf. Kein Wunder, wurde der Film sogleich an die internationalen Festivals von Venedig (hier gewann Hauptdarstellerin Hadas Yaron den Preis als beste Schauspielerin), Toronto, New York und London eingeladen. Regisseurin Rama Burshtein, die auch das Drehbuch verfasst hat, erzählt aus dem ultraorthodoxen jüdischen Milieu und öffnet so einen einzigartigen Blick in eine unbekannte Welt. Dabei ist «Fill the Void» weniger eine Geschichte über Religion als eine über den Gegensatz zwischen Vernunft und Gefühl - und das macht diesen Film zu einem universellen Kino-Juwel.