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Fr |07|06|2013| CINEMA

Gruppo di famiglia in un interno

Luchino Visconti, I 1974, 121', Ov, 16

Gewalt und Leidenschaft, Film zum Vortrag 'Viscontis Raum'

Ein amerikanischer Kunstprofessor lebt als Pensionär zurückgezogen in einem luxuriösen Palast in Rom, bis der italienische Jet Set in Form der reichen, aber vulgären Gräfin Brumonti (ihr Mann ist ein rechtsstehender Fabrikant, taucht aber nicht auf), ihres deutschen Liebhabers Huebel und ihrer Tochter Lietta samt Verlobtem Stefano einfällt und seine Ruhe zerstört, nachdem sie ihn dazu gezwungen haben, ihnen den obersten Stock zu vermieten. Die Störungen der aufdringlichen Neumieter, die sogleich lautstark ihre Wohnung umbauen lassen, beleben aber auch den Professor, der sich insbesondere zu dem provokanten, undurchsichtigen Huebel hingezogen fühlt (eine Vergangenheit des Gigolos als ehemaliger linker 68er, der dann in Drogen abrutschte, wird angedeutet). Ein völliger Kontrast zu seinem vorherigen gänzlich anderen Leben, das in Erinnerungsbildern an seine ehemalige Frau und an seine Mutter auftaucht.

Vor dem Film referiert Isabella Pasqualini zum Thema Raumwahrnehmung in Viscontis Werken: Vom Neo-realismo zur poetischen Inszenierung einer topographischen Dekonstruktion.



07.06.2013, 21:00

Ein amerikanischer Kunstprofessor lebt als Pensionär zurückgezogen in einem luxuriösen Palast in Rom, bis der italienische Jet Set in Form der reichen, aber vulgären Gräfin Brumonti (ihr Mann ist ein rechtsstehender Fabrikant, taucht aber nicht auf), ihres deutschen Liebhabers Huebel und ihrer Tochter Lietta samt Verlobtem Stefano einfällt und seine Ruhe zerstört, nachdem sie ihn dazu gezwungen haben, ihnen den obersten Stock zu vermieten. Die Störungen der aufdringlichen Neumieter, die sogleich lautstark ihre Wohnung umbauen lassen, beleben aber auch den Professor, der sich insbesondere zu dem provokanten, undurchsichtigen Huebel hingezogen fühlt (eine Vergangenheit des Gigolos als ehemaliger linker 68er, der dann in Drogen abrutschte, wird angedeutet). Ein völliger Kontrast zu seinem vorherigen gänzlich anderen Leben, das in Erinnerungsbildern an seine ehemalige Frau und an seine Mutter auftaucht.

Vor dem Film referiert Isabella Pasqualini zum Thema Raumwahrnehmung in Viscontis Werken: Vom Neo-realismo zur poetischen Inszenierung einer topographischen Dekonstruktion.