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Fr |09|01|2015| TRIBUNA

Stahlberger

Die Gschicht isch besser

Jetzt kommt die Volksseele unters Messer. Eines aus Edelstahl: Mit der chirurgischen Präzision und der fast beängstigenden Emotionslosigkeit eines Dentalhygienikers seziert Stahlberger (der Sänger, Manuel mit Vornamen) in seinen Texten die Alltags-Obsessionen des Erdenbürgers zwischen Boden- und Zürichsee, zwischen Couch und Coop-Kasse, Pausenplatz und Blasmusikfest.

Er liest unsere SMS, belauscht unsere Tischgespräche, guckt durchs Schlüsselloch unserer Schlafzimmer. Und Stahlberger (die Band, bestehend aus vier umtriebigen Mitstreitern, darunter Soundtüftler Domink Kesseli von A Crashed Blackbird Called Rosehip und Marcel „Bit-Tuner“ Gschwend) geht ihm dabei mit einem zünftigen Arsenal akustischer Gerätschaften zur Hand. Radikal einfach gespielt, bestechend zielsicher eingesetzt. Da fräsen und schrummen die Stromgitarren, blubbern und brummen die Basslinien, dröhnen fröhliche Eighties-Synthies und wabern spacige Soundflächen. 

09.01.2015, 21:30

Jetzt kommt die Volksseele unters Messer. Eines aus Edelstahl: Mit der chirurgischen Präzision und der fast beängstigenden Emotionslosigkeit eines Dentalhygienikers seziert Stahlberger (der Sänger, Manuel mit Vornamen) in seinen Texten die Alltags-Obsessionen des Erdenbürgers zwischen Boden- und Zürichsee, zwischen Couch und Coop-Kasse, Pausenplatz und Blasmusikfest.

Er liest unsere SMS, belauscht unsere Tischgespräche, guckt durchs Schlüsselloch unserer Schlafzimmer. Und Stahlberger (die Band, bestehend aus vier umtriebigen Mitstreitern, darunter Soundtüftler Domink Kesseli von A Crashed Blackbird Called Rosehip und Marcel „Bit-Tuner“ Gschwend) geht ihm dabei mit einem zünftigen Arsenal akustischer Gerätschaften zur Hand. Radikal einfach gespielt, bestechend zielsicher eingesetzt. Da fräsen und schrummen die Stromgitarren, blubbern und brummen die Basslinien, dröhnen fröhliche Eighties-Synthies und wabern spacige Soundflächen.