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Do |03|02|2022| CINEMA

THE POWER OF THE DOG

Jane Campion, UK 2021, 125', E/d/f, ab 16

Dekonstruktion des Western-Mythos

Im Montana der 1920er-Jahre besitzen die Burbank-Brüder eine grosse gemeinsame Ranch. Sie sind unzertrennlich, könnten aber unterschiedlicher nicht sein. Im Gegensatz zu seinem weltoffenen Bruder George wehrt sich der charismatische Eigenbrötler Phil gegen Neues und erstickt seine Gefühle in Alkohol. Als sein Bruder eine neue Frau und ihren Sohn nach Hause bringt, fühlt sich Phil hintergangen und stellt sich auf Kriegsfuss mit den unerwünschten Eindringlingen. Doch dann eröffnet sich ihm selbst die Möglichkeit auf Liebe.

Die oscarprämierte Regisseurin Jane Campion («The Piano») seziert traditionelle Bilder von Männlichkeit und erschafft Szenen, die bis ins kleinste Detail von perfekter sublimer Schönheit sind. Sie nimmt sich zwar einer großen, western-getreue Landschaftskulisse an bleibt aber ihren Hauptinteressen treu: dysfunktionale Familiendynamik, die Launen des sexuellen Begehrens und die Malaisen des männlichen Egos. Letzteres wird vor allem von Benedict Cumberbatch verkörpert, der eine intensive und aufreizend nuancierte Darstellung abliefert und so eine seiner bisher aufwühlendsten Interpretationen darbietet.

03.02.2022, 20:15 09.02.2022, 20:15 19.02.2022, 20:15

Im Montana der 1920er-Jahre besitzen die Burbank-Brüder eine grosse gemeinsame Ranch. Sie sind unzertrennlich, könnten aber unterschiedlicher nicht sein. Im Gegensatz zu seinem weltoffenen Bruder George wehrt sich der charismatische Eigenbrötler Phil gegen Neues und erstickt seine Gefühle in Alkohol. Als sein Bruder eine neue Frau und ihren Sohn nach Hause bringt, fühlt sich Phil hintergangen und stellt sich auf Kriegsfuss mit den unerwünschten Eindringlingen. Doch dann eröffnet sich ihm selbst die Möglichkeit auf Liebe.

Die oscarprämierte Regisseurin Jane Campion («The Piano») seziert traditionelle Bilder von Männlichkeit und erschafft Szenen, die bis ins kleinste Detail von perfekter sublimer Schönheit sind. Sie nimmt sich zwar einer großen, western-getreue Landschaftskulisse an bleibt aber ihren Hauptinteressen treu: dysfunktionale Familiendynamik, die Launen des sexuellen Begehrens und die Malaisen des männlichen Egos. Letzteres wird vor allem von Benedict Cumberbatch verkörpert, der eine intensive und aufreizend nuancierte Darstellung abliefert und so eine seiner bisher aufwühlendsten Interpretationen darbietet.