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Fr |20|05|2011| CINEMA

True Grit

Ethan Coen, Joel Coen, US 2010, 110', E/d/f, ab 14

Die Wiederentdeckung des "Western-Kinos" mit den Gebrüdern Coen (Fargo).

Schon 1969 gab's einen Western mit dem Titel True Grit; doch mehr als an diesem späten John Wayne-Film orientieren sich die Coen-Brüder an dessen Roman-Vorlage von Charles Portis. Mattie Ross (Hailee Steinfeld) ist ein 14-jähriges Mädchen, ausgesprochen selbständig und nicht auf den Mund gefallen. Nachdem ihr Vater von dem Gauner Tom Chaney (Josh Brolin) getötet wurde und von offizieller Seite wenig getan wird, um den Flüchtigen zu stellen, will sie die Sache selbst in die Hand nehmen.

Ein Pferd ist schnell organisiert, doch mit dem Begleiter, der die nötige Skrupellosigkeit an den Tag legt, sieht es nicht so gut aus. Zumindest erweist sich der ihr empfohlene Marshal Rooster Cogburn (Jeff Bridges) als dauerbetrunkener Griesgram, dessen Zuverlässigkeit zu wünschen übrig lässt. Doch weil Mattie mit einem Batzen Geld in der Tasche locken kann, macht sich das ungleiche Paar auf seine Mission, immer wieder mit dem Texas Ranger Labeouf (Matt Damon) im Schlepptau, der selbst noch eine Rechnung mit Chaney offen hat.

Das Genre des Westerns scheint den Coens derart auf den Leib geschneidert, dass man sich fast wundert, warum sie sich ihm nicht schon früher angenommen haben. Allein die karge und unwirtliche Landschaft ist ein ganz eigener Hauptdarsteller, den sich die Brüder kaum eigenwilliger hätten ausdenken können. Auch Portis' Roman mit seinem bösartig-absurden Humor und den unerbittlich-überraschenden Gewaltausbrüchen stellt sich als ideale Vorlage heraus. Die Coens haben sie um ein paar kuriose Randgestalten erweitert und auch sonst genüsslich ausgebaut.

Patrick Heidmann, cineman.ch

20.05.2011, 20:00 21.05.2011, 20:00 21.05.2011, 22:30

Schon 1969 gab's einen Western mit dem Titel True Grit; doch mehr als an diesem späten John Wayne-Film orientieren sich die Coen-Brüder an dessen Roman-Vorlage von Charles Portis. Mattie Ross (Hailee Steinfeld) ist ein 14-jähriges Mädchen, ausgesprochen selbständig und nicht auf den Mund gefallen. Nachdem ihr Vater von dem Gauner Tom Chaney (Josh Brolin) getötet wurde und von offizieller Seite wenig getan wird, um den Flüchtigen zu stellen, will sie die Sache selbst in die Hand nehmen.

Ein Pferd ist schnell organisiert, doch mit dem Begleiter, der die nötige Skrupellosigkeit an den Tag legt, sieht es nicht so gut aus. Zumindest erweist sich der ihr empfohlene Marshal Rooster Cogburn (Jeff Bridges) als dauerbetrunkener Griesgram, dessen Zuverlässigkeit zu wünschen übrig lässt. Doch weil Mattie mit einem Batzen Geld in der Tasche locken kann, macht sich das ungleiche Paar auf seine Mission, immer wieder mit dem Texas Ranger Labeouf (Matt Damon) im Schlepptau, der selbst noch eine Rechnung mit Chaney offen hat.

Das Genre des Westerns scheint den Coens derart auf den Leib geschneidert, dass man sich fast wundert, warum sie sich ihm nicht schon früher angenommen haben. Allein die karge und unwirtliche Landschaft ist ein ganz eigener Hauptdarsteller, den sich die Brüder kaum eigenwilliger hätten ausdenken können. Auch Portis' Roman mit seinem bösartig-absurden Humor und den unerbittlich-überraschenden Gewaltausbrüchen stellt sich als ideale Vorlage heraus. Die Coens haben sie um ein paar kuriose Randgestalten erweitert und auch sonst genüsslich ausgebaut.

Patrick Heidmann, cineman.ch