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Mi |18|20:15| CINEMA

Vortex

Gaspar Noé, Frankreich 2021, 142', F/d,

Die Vergänglichkeit des Lebens

Zu Beginn von Vortex winkt sich das namenlose alte Ehepaar, um das es hier geht, von gegenüberliegenden Fenstern zu. Es ist ein bezeichnender Moment, weil die beiden nur scheinbar getrennt sind, sich tatsächlich aber in derselben Wohnung befinden. Bevor die Frau durch ihre zunehmende Demenz den Bezug zur Realität verliert, schenkt Regisseur Gaspar Noé ihnen noch einen letzten gemeinsamen Moment, der wie aus einem nostalgischen Heimvideo wirkt: Gemeinsam sitzen sie auf dem Balkon ihrer Pariser Wohnung und trinken Weisswein. Dass es weniger erfreulich weitergeht, kündigt Françoise Hardys Chanson «Mon amie la rose» über die Vergänglichkeit des Lebens an sowie einer von Noés charakteristisch markigen Slogans: «Dieser Film ist all jenen gewidmet, deren Hirn vor ihrem Herzen zerfällt».In der folgenden Nacht wird die Frau zum ersten Mal von Panik gepackt und das Bild teilt sich. Der von nun an fast konsequent durchgehaltene Split Screen steht dabei für die unterschiedlichen Welten, in denen sich die beiden von nun an bewegen. Während die ehemalige Psychotherapeutin die Kontrolle über ihren Alltag verliert, beschäftigt sich ihr sturköpfiger Mann zunächst unbeirrt weiter mit seinem Buch über Träume im Kino.

Bisher war Gaspar Noé vor allem wegen provokanter, prätentiöser und visuell ausschweifender Filme wie Irreversible und zuletzt Climax bekannt. Vortex entfaltet sich nun mehr aus einem vergleichsweise ereignislosen Alltag und ist dabei subtiler in seiner Härte und psychedelischen Verzerrung. Am nächsten Tag öffnet sich für das Paar die titelgebende Abwärtsspirale. Während der Mann wie immer an der Schreibmaschine sitzt, verirrt sich seine Frau in einem arabischen Supermarkt. Lebrun, die ihren ersten grossen Auftritt 1973 in Jean Eustaches La maman et la putain hatte, irrt dabei endlos durch labyrinthische Gänge, während sich die wachsende Verzweiflung in ihrem Gesicht abzeichnet.

In Vortex passiert scheinbar wenig – und doch ist immer etwas los. Die Szenen zeigen eingefahrene Routinen, die sich nicht mehr aufrechterhalten lassen. Beiläufig lässt Noé dabei Referenzen als Meta-Kommentare einfliessen. Mal ist im Radio ein Gespräch über Trauerarbeit zu hören, mal läuft die berühmte Alptraum-Szene aus Carl Theodor Dreyers Vampyr im Fernsehen. Der bewegungslose Held, der darin in einem Sarg gefangen ist und durch ein Sichtfenster sein eigenes Begräbnis beobachtet, ist der hilflosen dementen Frau nicht unähnlich.

15.-
Reservaziun:
Mi 18.05.2022, 20:15
Sa 21.05.2022, 20:15

Zu Beginn von Vortex winkt sich das namenlose alte Ehepaar, um das es hier geht, von gegenüberliegenden Fenstern zu. Es ist ein bezeichnender Moment, weil die beiden nur scheinbar getrennt sind, sich tatsächlich aber in derselben Wohnung befinden. Bevor die Frau durch ihre zunehmende Demenz den Bezug zur Realität verliert, schenkt Regisseur Gaspar Noé ihnen noch einen letzten gemeinsamen Moment, der wie aus einem nostalgischen Heimvideo wirkt: Gemeinsam sitzen sie auf dem Balkon ihrer Pariser Wohnung und trinken Weisswein. Dass es weniger erfreulich weitergeht, kündigt Françoise Hardys Chanson «Mon amie la rose» über die Vergänglichkeit des Lebens an sowie einer von Noés charakteristisch markigen Slogans: «Dieser Film ist all jenen gewidmet, deren Hirn vor ihrem Herzen zerfällt».In der folgenden Nacht wird die Frau zum ersten Mal von Panik gepackt und das Bild teilt sich. Der von nun an fast konsequent durchgehaltene Split Screen steht dabei für die unterschiedlichen Welten, in denen sich die beiden von nun an bewegen. Während die ehemalige Psychotherapeutin die Kontrolle über ihren Alltag verliert, beschäftigt sich ihr sturköpfiger Mann zunächst unbeirrt weiter mit seinem Buch über Träume im Kino.

Bisher war Gaspar Noé vor allem wegen provokanter, prätentiöser und visuell ausschweifender Filme wie Irreversible und zuletzt Climax bekannt. Vortex entfaltet sich nun mehr aus einem vergleichsweise ereignislosen Alltag und ist dabei subtiler in seiner Härte und psychedelischen Verzerrung. Am nächsten Tag öffnet sich für das Paar die titelgebende Abwärtsspirale. Während der Mann wie immer an der Schreibmaschine sitzt, verirrt sich seine Frau in einem arabischen Supermarkt. Lebrun, die ihren ersten grossen Auftritt 1973 in Jean Eustaches La maman et la putain hatte, irrt dabei endlos durch labyrinthische Gänge, während sich die wachsende Verzweiflung in ihrem Gesicht abzeichnet.

In Vortex passiert scheinbar wenig – und doch ist immer etwas los. Die Szenen zeigen eingefahrene Routinen, die sich nicht mehr aufrechterhalten lassen. Beiläufig lässt Noé dabei Referenzen als Meta-Kommentare einfliessen. Mal ist im Radio ein Gespräch über Trauerarbeit zu hören, mal läuft die berühmte Alptraum-Szene aus Carl Theodor Dreyers Vampyr im Fernsehen. Der bewegungslose Held, der darin in einem Sarg gefangen ist und durch ein Sichtfenster sein eigenes Begräbnis beobachtet, ist der hilflosen dementen Frau nicht unähnlich.

Do |19|20:15| CINEMA_CORIN_INVIT

Loving Highsmith

Eva Vitija, Schweiz / Deutschland 2022, 83', D/E/F/d/e,

Über die Schwierigkeiten mit der Liebe

Die Regisseurin ist anwesend!

Gleich am Anfang des Films „Loving Highsmith“ steht ein Bekenntnis, das man für den Rest des Films nicht vergessen sollte: Als sie die Tagebücher von Patricia Highsmith gelesen hat, hat sich Filmemacherin Eva Vitija in Patricia Highsmith verliebt. Und Verliebtsein bringt nun einmal eine besondere Perspektive mit sich.

In Loving Highsmith sucht Vitija drei der Frauen auf, mit denen Patricia Highsmith für eine Zeit ihr Leben geteilt hat: die amerikanische Autorin Marijane Meaker, die bereits 2003 in einem Buch über ihre Beziehung mit Patricia Highsmith Ende der 1950er Jahre geschrieben hat. Die Künstlerin Monique Buffet. Und die deutsche Schauspielerin und Kostümbildnerin Tabea Blumenschein, die 2020 verstorben ist.

Diese drei Frauen erzählen von ihrer Zeit mit Highsmith, von ihren Wahrnehmungen und Einschätzungen. Dazu hat Vitija Familienmitglieder in Texas besucht und sehr viel Archivmaterial gesichtet. Dadurch entsteht eine interessante Montage aus Talking Heads, Auszügen aus Interviews, die Patricia Highsmith gegeben hat, aus den Verfilmungen ihres Werk sowie von Maren Kroymann gelesene Zitaten aus Highsmiths Tage- und Notizbüchern, die Diogenes im Herbst 2021 veröffentlicht hat.

Dadurch entsteht ein persönliches Porträt von Patricia Highsmith, das insbesondere durch Vitijas eigene Filmsprache überzeugt. Sehr oft ergeben sich Verbindungen aus Leben und Werk schon in der Montage, die Bilder gleiten förmlich ineinander. 

15.-
Reservaziun:
Do 19.05.2022, 20:15

Gleich am Anfang des Films „Loving Highsmith“ steht ein Bekenntnis, das man für den Rest des Films nicht vergessen sollte: Als sie die Tagebücher von Patricia Highsmith gelesen hat, hat sich Filmemacherin Eva Vitija in Patricia Highsmith verliebt. Und Verliebtsein bringt nun einmal eine besondere Perspektive mit sich.

In Loving Highsmith sucht Vitija drei der Frauen auf, mit denen Patricia Highsmith für eine Zeit ihr Leben geteilt hat: die amerikanische Autorin Marijane Meaker, die bereits 2003 in einem Buch über ihre Beziehung mit Patricia Highsmith Ende der 1950er Jahre geschrieben hat. Die Künstlerin Monique Buffet. Und die deutsche Schauspielerin und Kostümbildnerin Tabea Blumenschein, die 2020 verstorben ist.

Diese drei Frauen erzählen von ihrer Zeit mit Highsmith, von ihren Wahrnehmungen und Einschätzungen. Dazu hat Vitija Familienmitglieder in Texas besucht und sehr viel Archivmaterial gesichtet. Dadurch entsteht eine interessante Montage aus Talking Heads, Auszügen aus Interviews, die Patricia Highsmith gegeben hat, aus den Verfilmungen ihres Werk sowie von Maren Kroymann gelesene Zitaten aus Highsmiths Tage- und Notizbüchern, die Diogenes im Herbst 2021 veröffentlicht hat.

Dadurch entsteht ein persönliches Porträt von Patricia Highsmith, das insbesondere durch Vitijas eigene Filmsprache überzeugt. Sehr oft ergeben sich Verbindungen aus Leben und Werk schon in der Montage, die Bilder gleiten förmlich ineinander. 

Fr |20|20:15| CINEMA

Soul of a Beast

Lorenz Merz, Schweiz 2021, 110', CH-D,

cun Pablo Caprez

Im Rausch des Sommers verliebt sich der junge Vater Gabriel in die mysteriöse Corey, die Freundin seines besten Freundes Joel. Überwältigt von seiner eigenen Entscheidung, die sein Leben für immer verändert, wird Gabriel in die unerbittliche Wildnis seines Herzens katapultiert, wo die Fantasie realer ist als die Wirklichkeit.
Mit acht Nominationen für den Schweizer Filmpreis - inklusive für Bester Film - stellt «Soul of a Beast» einen Rekord auf! Der Film mit den Jungtalenten Ella Rumpf, Luna Wedler und Pablo Caprez ist ein Feuerwerk aus Bildern, Musik, Geräuschen, Magie und beweist sich so als fulminantes Filmerlebnis für alle Sinne.
Schweizer Filmpreis «Bester Darsteller», «Beste Kamera», «Beste Filmmusik»

15.-
Reservaziun:
Fr 20.05.2022, 20:15

Im Rausch des Sommers verliebt sich der junge Vater Gabriel in die mysteriöse Corey, die Freundin seines besten Freundes Joel. Überwältigt von seiner eigenen Entscheidung, die sein Leben für immer verändert, wird Gabriel in die unerbittliche Wildnis seines Herzens katapultiert, wo die Fantasie realer ist als die Wirklichkeit.
Mit acht Nominationen für den Schweizer Filmpreis - inklusive für Bester Film - stellt «Soul of a Beast» einen Rekord auf! Der Film mit den Jungtalenten Ella Rumpf, Luna Wedler und Pablo Caprez ist ein Feuerwerk aus Bildern, Musik, Geräuschen, Magie und beweist sich so als fulminantes Filmerlebnis für alle Sinne.
Schweizer Filmpreis «Bester Darsteller», «Beste Kamera», «Beste Filmmusik»

Sa |21|15:00| CINEMA__KIDS

Phantastische Tierwesen

David Yates, USA 2022, 143', D,

Dumbledores Geheimnisse

Mit Phantastische Tierwesen: Dumbledores Geheimnisse präsentiert Warner Bros. Pictures das neueste Abenteuer, das in der von J. K. Rowling geschaffenen Wizarding World[tm] angesiedelt ist. Professor Albus Dumbledore weiss, dass der mächtige dunkle Zauberer Gellert Grindelwald die Kontrolle über die magische Welt an sich reissen will. Da er ihn allein nicht aufhalten kann, schickt er den Magizoologen Newt Scamander und eine unerschrockene Truppe aus Zauberern, Hexen und einem mutigen Muggel-Bäcker auf eine gefährliche Mission, bei der sie auf alte und neue fantastische Tierwesen treffen - und mit Grindelwalds wachsender Anhängerschaft aneinandergeraten. Doch wie lange kann sich Dumbledore im Hintergrund halten, wenn so viel auf dem Spiel steht?

15.-, Kinder 8.-
Reservaziun:
Sa 21.05.2022, 15:00

Mit Phantastische Tierwesen: Dumbledores Geheimnisse präsentiert Warner Bros. Pictures das neueste Abenteuer, das in der von J. K. Rowling geschaffenen Wizarding World[tm] angesiedelt ist. Professor Albus Dumbledore weiss, dass der mächtige dunkle Zauberer Gellert Grindelwald die Kontrolle über die magische Welt an sich reissen will. Da er ihn allein nicht aufhalten kann, schickt er den Magizoologen Newt Scamander und eine unerschrockene Truppe aus Zauberern, Hexen und einem mutigen Muggel-Bäcker auf eine gefährliche Mission, bei der sie auf alte und neue fantastische Tierwesen treffen - und mit Grindelwalds wachsender Anhängerschaft aneinandergeraten. Doch wie lange kann sich Dumbledore im Hintergrund halten, wenn so viel auf dem Spiel steht?

Sa |21|20:15| CINEMA

Vortex

Gaspar Noé, Frankreich 2021, 142', F/d,

Die Vergänglichkeit des Lebens

Zu Beginn von Vortex winkt sich das namenlose alte Ehepaar, um das es hier geht, von gegenüberliegenden Fenstern zu. Es ist ein bezeichnender Moment, weil die beiden nur scheinbar getrennt sind, sich tatsächlich aber in derselben Wohnung befinden. Bevor die Frau durch ihre zunehmende Demenz den Bezug zur Realität verliert, schenkt Regisseur Gaspar Noé ihnen noch einen letzten gemeinsamen Moment, der wie aus einem nostalgischen Heimvideo wirkt: Gemeinsam sitzen sie auf dem Balkon ihrer Pariser Wohnung und trinken Weisswein. Dass es weniger erfreulich weitergeht, kündigt Françoise Hardys Chanson «Mon amie la rose» über die Vergänglichkeit des Lebens an sowie einer von Noés charakteristisch markigen Slogans: «Dieser Film ist all jenen gewidmet, deren Hirn vor ihrem Herzen zerfällt».In der folgenden Nacht wird die Frau zum ersten Mal von Panik gepackt und das Bild teilt sich. Der von nun an fast konsequent durchgehaltene Split Screen steht dabei für die unterschiedlichen Welten, in denen sich die beiden von nun an bewegen. Während die ehemalige Psychotherapeutin die Kontrolle über ihren Alltag verliert, beschäftigt sich ihr sturköpfiger Mann zunächst unbeirrt weiter mit seinem Buch über Träume im Kino.

Bisher war Gaspar Noé vor allem wegen provokanter, prätentiöser und visuell ausschweifender Filme wie Irreversible und zuletzt Climax bekannt. Vortex entfaltet sich nun mehr aus einem vergleichsweise ereignislosen Alltag und ist dabei subtiler in seiner Härte und psychedelischen Verzerrung. Am nächsten Tag öffnet sich für das Paar die titelgebende Abwärtsspirale. Während der Mann wie immer an der Schreibmaschine sitzt, verirrt sich seine Frau in einem arabischen Supermarkt. Lebrun, die ihren ersten grossen Auftritt 1973 in Jean Eustaches La maman et la putain hatte, irrt dabei endlos durch labyrinthische Gänge, während sich die wachsende Verzweiflung in ihrem Gesicht abzeichnet.

In Vortex passiert scheinbar wenig – und doch ist immer etwas los. Die Szenen zeigen eingefahrene Routinen, die sich nicht mehr aufrechterhalten lassen. Beiläufig lässt Noé dabei Referenzen als Meta-Kommentare einfliessen. Mal ist im Radio ein Gespräch über Trauerarbeit zu hören, mal läuft die berühmte Alptraum-Szene aus Carl Theodor Dreyers Vampyr im Fernsehen. Der bewegungslose Held, der darin in einem Sarg gefangen ist und durch ein Sichtfenster sein eigenes Begräbnis beobachtet, ist der hilflosen dementen Frau nicht unähnlich.

15.-
Reservaziun:
Mi 18.05.2022, 20:15
Sa 21.05.2022, 20:15

Zu Beginn von Vortex winkt sich das namenlose alte Ehepaar, um das es hier geht, von gegenüberliegenden Fenstern zu. Es ist ein bezeichnender Moment, weil die beiden nur scheinbar getrennt sind, sich tatsächlich aber in derselben Wohnung befinden. Bevor die Frau durch ihre zunehmende Demenz den Bezug zur Realität verliert, schenkt Regisseur Gaspar Noé ihnen noch einen letzten gemeinsamen Moment, der wie aus einem nostalgischen Heimvideo wirkt: Gemeinsam sitzen sie auf dem Balkon ihrer Pariser Wohnung und trinken Weisswein. Dass es weniger erfreulich weitergeht, kündigt Françoise Hardys Chanson «Mon amie la rose» über die Vergänglichkeit des Lebens an sowie einer von Noés charakteristisch markigen Slogans: «Dieser Film ist all jenen gewidmet, deren Hirn vor ihrem Herzen zerfällt».In der folgenden Nacht wird die Frau zum ersten Mal von Panik gepackt und das Bild teilt sich. Der von nun an fast konsequent durchgehaltene Split Screen steht dabei für die unterschiedlichen Welten, in denen sich die beiden von nun an bewegen. Während die ehemalige Psychotherapeutin die Kontrolle über ihren Alltag verliert, beschäftigt sich ihr sturköpfiger Mann zunächst unbeirrt weiter mit seinem Buch über Träume im Kino.

Bisher war Gaspar Noé vor allem wegen provokanter, prätentiöser und visuell ausschweifender Filme wie Irreversible und zuletzt Climax bekannt. Vortex entfaltet sich nun mehr aus einem vergleichsweise ereignislosen Alltag und ist dabei subtiler in seiner Härte und psychedelischen Verzerrung. Am nächsten Tag öffnet sich für das Paar die titelgebende Abwärtsspirale. Während der Mann wie immer an der Schreibmaschine sitzt, verirrt sich seine Frau in einem arabischen Supermarkt. Lebrun, die ihren ersten grossen Auftritt 1973 in Jean Eustaches La maman et la putain hatte, irrt dabei endlos durch labyrinthische Gänge, während sich die wachsende Verzweiflung in ihrem Gesicht abzeichnet.

In Vortex passiert scheinbar wenig – und doch ist immer etwas los. Die Szenen zeigen eingefahrene Routinen, die sich nicht mehr aufrechterhalten lassen. Beiläufig lässt Noé dabei Referenzen als Meta-Kommentare einfliessen. Mal ist im Radio ein Gespräch über Trauerarbeit zu hören, mal läuft die berühmte Alptraum-Szene aus Carl Theodor Dreyers Vampyr im Fernsehen. Der bewegungslose Held, der darin in einem Sarg gefangen ist und durch ein Sichtfenster sein eigenes Begräbnis beobachtet, ist der hilflosen dementen Frau nicht unähnlich.

Mi |25|20:15| CINEMA

107 Mothers

Péter Kerekes, Ukraine 2021, 93', OV/d/f,

Mütter hinter Gitter

Leysa landet nach einem Eifersuchtsdrama im berüchtigten Gefängnis 74 in Odessa. Schwanger tritt sie die Haftstrafe an, bringt den Sohn im Frauengefängnis von Odessa zur Welt, in dem Mütter und Kinder bis zum 3. Lebensjahr zusammen sein können. Leysa lebt in einer Welt, die nur von Frauen bevölkert ist. Wäre da nicht die Farbe der Uniform, wäre es schwer zu sagen, wer Gefangene, wer Wächterin ist. Klar ist allerdings: Humor spielt in diesem Frauenknast eine wichtige Rolle.

Péter Kerekes setzt in 107 Mothers auf ein fruchtbares Spiel zwischen Dokumentation und Fiktion. Einzig Leysa wird von einer Schauspielerin verkörpert, Maryna Klimova, die sich nahtlos integriert in die Realität von Gefängnis 74. Alle anderen Frauen im Film spielen sich selber, sind Wärterinnen und Gefangene. Mit diesem Vorgehen schafft Kerekes eine fesselnde Authentizität und eine intime Nähe in der Beobachtung des Gefängnislebens. Entstanden ist nicht nur ein Einblick in den Alltag der Frauen und Mütter, es ist gleichzeitig eine Studie des Lebens in der Ukraine, ein Film von grosser Sensibilität und stillem Humor, mündend auf der legendären Treppe von Odessa.

15.-
Reservaziun:
Mi 25.05.2022, 20:15

Leysa landet nach einem Eifersuchtsdrama im berüchtigten Gefängnis 74 in Odessa. Schwanger tritt sie die Haftstrafe an, bringt den Sohn im Frauengefängnis von Odessa zur Welt, in dem Mütter und Kinder bis zum 3. Lebensjahr zusammen sein können. Leysa lebt in einer Welt, die nur von Frauen bevölkert ist. Wäre da nicht die Farbe der Uniform, wäre es schwer zu sagen, wer Gefangene, wer Wächterin ist. Klar ist allerdings: Humor spielt in diesem Frauenknast eine wichtige Rolle.

Péter Kerekes setzt in 107 Mothers auf ein fruchtbares Spiel zwischen Dokumentation und Fiktion. Einzig Leysa wird von einer Schauspielerin verkörpert, Maryna Klimova, die sich nahtlos integriert in die Realität von Gefängnis 74. Alle anderen Frauen im Film spielen sich selber, sind Wärterinnen und Gefangene. Mit diesem Vorgehen schafft Kerekes eine fesselnde Authentizität und eine intime Nähe in der Beobachtung des Gefängnislebens. Entstanden ist nicht nur ein Einblick in den Alltag der Frauen und Mütter, es ist gleichzeitig eine Studie des Lebens in der Ukraine, ein Film von grosser Sensibilität und stillem Humor, mündend auf der legendären Treppe von Odessa.

Do |26|13:45| CINEMA__SENIORS

Lion

Garth Davis, Australien, Grossbritannien, USA 2016, 118', D,

Der lange Weg nach Hause

Auf der Suche nach seinem großen Bruder verschlägt es den fünfjährigen Saroo in einen haltenden Zug, in dem er vor Erschöpfung einschläft. Als er wieder erwacht, fährt die Bahn schon seit längerem durch die Gegend und kommt irgendwann im 1600 Kilometer entfernten Kalkutta an.

Ängstlich und orientierungslos stürzt sich der kleine Junge in das Getümmel der Millionenmetropole und gelangt auf Umwegen in ein Kinderheim, das ihn kurz darauf an ein australisches Ehepaar vermittelt.

Viele Jahre später erinnert sich der inzwischen vollkommen integrierte Adoptivsohn an seine Kindheit und verspürt plötzlich das Verlangen, seine Wurzeln zu ergründen. Mithilfe des Internetdienstes Google Earth forscht er nach Hinweisen auf seinen Heimatort.

Reservation: nick.jo@bluewin.ch oder 079 632 29 44

*Die Vorstellung um 16:15 Uhr findet nur bei genug Reservationen statt!

10.-

Auf der Suche nach seinem großen Bruder verschlägt es den fünfjährigen Saroo in einen haltenden Zug, in dem er vor Erschöpfung einschläft. Als er wieder erwacht, fährt die Bahn schon seit längerem durch die Gegend und kommt irgendwann im 1600 Kilometer entfernten Kalkutta an.

Ängstlich und orientierungslos stürzt sich der kleine Junge in das Getümmel der Millionenmetropole und gelangt auf Umwegen in ein Kinderheim, das ihn kurz darauf an ein australisches Ehepaar vermittelt.

Viele Jahre später erinnert sich der inzwischen vollkommen integrierte Adoptivsohn an seine Kindheit und verspürt plötzlich das Verlangen, seine Wurzeln zu ergründen. Mithilfe des Internetdienstes Google Earth forscht er nach Hinweisen auf seinen Heimatort.

Reservation: nick.jo@bluewin.ch oder 079 632 29 44

*Die Vorstellung um 16:15 Uhr findet nur bei genug Reservationen statt!

Do |26|16:15| CINEMA__SENIORS

Lion

Garth Davis, Australien, Grossbritannien, USA 2016, 118', D,

Der lange Weg nach Hause

Auf der Suche nach seinem großen Bruder verschlägt es den fünfjährigen Saroo in einen haltenden Zug, in dem er vor Erschöpfung einschläft. Als er wieder erwacht, fährt die Bahn schon seit längerem durch die Gegend und kommt irgendwann im 1600 Kilometer entfernten Kalkutta an.

Ängstlich und orientierungslos stürzt sich der kleine Junge in das Getümmel der Millionenmetropole und gelangt auf Umwegen in ein Kinderheim, das ihn kurz darauf an ein australisches Ehepaar vermittelt.

Viele Jahre später erinnert sich der inzwischen vollkommen integrierte Adoptivsohn an seine Kindheit und verspürt plötzlich das Verlangen, seine Wurzeln zu ergründen. Mithilfe des Internetdienstes Google Earth forscht er nach Hinweisen auf seinen Heimatort.

Reservation: nick.jo@bluewin.ch oder 079 632 29 44

*Die Vorstellung um 16:15 Uhr findet nur bei genug Reservationen statt!

10.-

Auf der Suche nach seinem großen Bruder verschlägt es den fünfjährigen Saroo in einen haltenden Zug, in dem er vor Erschöpfung einschläft. Als er wieder erwacht, fährt die Bahn schon seit längerem durch die Gegend und kommt irgendwann im 1600 Kilometer entfernten Kalkutta an.

Ängstlich und orientierungslos stürzt sich der kleine Junge in das Getümmel der Millionenmetropole und gelangt auf Umwegen in ein Kinderheim, das ihn kurz darauf an ein australisches Ehepaar vermittelt.

Viele Jahre später erinnert sich der inzwischen vollkommen integrierte Adoptivsohn an seine Kindheit und verspürt plötzlich das Verlangen, seine Wurzeln zu ergründen. Mithilfe des Internetdienstes Google Earth forscht er nach Hinweisen auf seinen Heimatort.

Reservation: nick.jo@bluewin.ch oder 079 632 29 44

*Die Vorstellung um 16:15 Uhr findet nur bei genug Reservationen statt!

Do |26|20:15| CINEMA

Les Olympiades

Jacques Audiard, Frankreich 2021, 105', F/d,

Wo in Paris die Sonne aufgeht

Paris, die Stadt der Liebe. Hier leben Émilie, Nora, Amber und Camille, drei junge Frauen und ein junger Mann, zwischen Sehnsüchten, Abenteuern und Dramen. Ihre Wege kreuzen sich im 13. Arrondissement – eigentlich sind sie nur befreundet, manchmal verliebt, oft beides. Die lebensfrohe Émilie hält sich nach ihrem Hochschulstudium mit Gelegenheitsjobs über Wasser, hat schnellen Sex und träumt von einer Beziehung. Der attraktive Camille zieht bei ihr als Mitbewohner ein und obwohl die beiden kein Paar werden, leben sie ihre gegenseitige körperliche Anziehung leidenschaftlich aus. Camille ist Lehrer und hat Ideale, aber kein Interesse an einer Beziehung, nur an unkompliziertem Sex. Doch als er Nora kennenlernt, glaubt er, die grosse Liebe gefunden zu haben. Nora ist in die Stadt gezogen, um ihrer Vergangenheit zu entfliehen und ihr Jurastudium wieder aufzunehmen. Sie fühlt sich jedoch bald stärker zur geheimnisvollen Amber Sweet hingezogen, die erotische Dienste online anbietet. Keiner will sich richtig festlegen… alle sind auf der Suche und ringen um Liebe, Selbstbehauptung und Freiheit.

In dynamischen Schwarz-Weiss-Bildern fängt Jacques Audiard das Innenleben einer jungen Bohème-Generation in der multikulturellen Hauptstadt Frankreichs ein. Sein poetischer Liebesreigen über eine moderne Gesellschaft geprägt von Dating Apps und Sex im Internet trifft den Puls der Zeit.

 

15.-
Reservaziun:
Do 26.05.2022, 20:15

Paris, die Stadt der Liebe. Hier leben Émilie, Nora, Amber und Camille, drei junge Frauen und ein junger Mann, zwischen Sehnsüchten, Abenteuern und Dramen. Ihre Wege kreuzen sich im 13. Arrondissement – eigentlich sind sie nur befreundet, manchmal verliebt, oft beides. Die lebensfrohe Émilie hält sich nach ihrem Hochschulstudium mit Gelegenheitsjobs über Wasser, hat schnellen Sex und träumt von einer Beziehung. Der attraktive Camille zieht bei ihr als Mitbewohner ein und obwohl die beiden kein Paar werden, leben sie ihre gegenseitige körperliche Anziehung leidenschaftlich aus. Camille ist Lehrer und hat Ideale, aber kein Interesse an einer Beziehung, nur an unkompliziertem Sex. Doch als er Nora kennenlernt, glaubt er, die grosse Liebe gefunden zu haben. Nora ist in die Stadt gezogen, um ihrer Vergangenheit zu entfliehen und ihr Jurastudium wieder aufzunehmen. Sie fühlt sich jedoch bald stärker zur geheimnisvollen Amber Sweet hingezogen, die erotische Dienste online anbietet. Keiner will sich richtig festlegen… alle sind auf der Suche und ringen um Liebe, Selbstbehauptung und Freiheit.

In dynamischen Schwarz-Weiss-Bildern fängt Jacques Audiard das Innenleben einer jungen Bohème-Generation in der multikulturellen Hauptstadt Frankreichs ein. Sein poetischer Liebesreigen über eine moderne Gesellschaft geprägt von Dating Apps und Sex im Internet trifft den Puls der Zeit.

 

Fr |27|21:00| TRIBUNA

Pascal Gamboni

SUT LA PIAL

zusammen mit
Valeria Zannger: Drums, Gesang, Bass, Keys

 

«Der Teufel fürchtet die Musik» (il giavel tema la musica) – das singt Pascal Gamboni in «Tschicago», dem Eröffnungslied seines neuesten Albums «Sut la pial» (Unter der Haut). Der romanische Meistersinger musste seine Seele nicht wie weiland der amerikanische Bluesman Robert Johnson dem Teufel verkaufen; Pascal hat längst seinen ureigensten Ton, seine eigene Poesie gefunden. Es ist der Ton des stillen Handwerkers, inspiriert vom Felsengrund seiner Tavetscher Heimat und vom globalen Wind: knapp, lakonisch, bescheiden, aber dennoch reichhaltig. Ein «alpine lo-fi», wie er seinen Stil bezeichnet. Das heisst aber nicht, dass der Chantautur auf ausgetretenen Pfaden ausruht.

«Ju drova midada uss» (Ich brauche jetztVeränderung) bekundet er im zweiten Lied. Durch sein nunmehr zehntes Album, das grösstenteils von ihm selbst gespielt und in seiner Berner Wohnung aufgenommen wurde, fliessen ungeahnte Klangwellen, leuchten beinahe schon orchestrale Arrangemente auf, die mit der Kargheit anderer Tage kontrastieren. Immer präsenter die südlichen Rhythmen, immer gewagter die psychedelischen Signale, immer subtiler die ambientalen Geräusche. Geschweige denn von den starken poetischen Bildern, die das Werk ausschmücken und, andeutungsweise nur, Botschaften der Toleranz und Menschlichkeit in sich tragen, Liebeszeichen, Fragezeichen auch.

«Ich rauche einen Ton / und ich bezahle das Nachtessen mit einem Lied» heisst es in einer der letzten Zeilen des Albums. Nein, Pascal Gamboni verkauft nicht seine Seele – er schenkt uns Musik, die unter die Haut geht.

Fr. 25.-
Reservaziun:
Fr 27.05.2022, 21:00

zusammen mit
Valeria Zannger: Drums, Gesang, Bass, Keys

 

«Der Teufel fürchtet die Musik» (il giavel tema la musica) – das singt Pascal Gamboni in «Tschicago», dem Eröffnungslied seines neuesten Albums «Sut la pial» (Unter der Haut). Der romanische Meistersinger musste seine Seele nicht wie weiland der amerikanische Bluesman Robert Johnson dem Teufel verkaufen; Pascal hat längst seinen ureigensten Ton, seine eigene Poesie gefunden. Es ist der Ton des stillen Handwerkers, inspiriert vom Felsengrund seiner Tavetscher Heimat und vom globalen Wind: knapp, lakonisch, bescheiden, aber dennoch reichhaltig. Ein «alpine lo-fi», wie er seinen Stil bezeichnet. Das heisst aber nicht, dass der Chantautur auf ausgetretenen Pfaden ausruht.

«Ju drova midada uss» (Ich brauche jetztVeränderung) bekundet er im zweiten Lied. Durch sein nunmehr zehntes Album, das grösstenteils von ihm selbst gespielt und in seiner Berner Wohnung aufgenommen wurde, fliessen ungeahnte Klangwellen, leuchten beinahe schon orchestrale Arrangemente auf, die mit der Kargheit anderer Tage kontrastieren. Immer präsenter die südlichen Rhythmen, immer gewagter die psychedelischen Signale, immer subtiler die ambientalen Geräusche. Geschweige denn von den starken poetischen Bildern, die das Werk ausschmücken und, andeutungsweise nur, Botschaften der Toleranz und Menschlichkeit in sich tragen, Liebeszeichen, Fragezeichen auch.

«Ich rauche einen Ton / und ich bezahle das Nachtessen mit einem Lied» heisst es in einer der letzten Zeilen des Albums. Nein, Pascal Gamboni verkauft nicht seine Seele – er schenkt uns Musik, die unter die Haut geht.

Sa |28|20:15| CINEMA

Loving Highsmith

Eva Vitija, Schweiz / Deutschland 2022, 83', D/E/F/d/e,

Über die Schwierigkeiten mit der Liebe

Gleich am Anfang des Films „Loving Highsmith“ steht ein Bekenntnis, das man für den Rest des Films nicht vergessen sollte: Als sie die Tagebücher von Patricia Highsmith gelesen hat, hat sich Filmemacherin Eva Vitija in Patricia Highsmith verliebt. Und Verliebtsein bringt nun einmal eine besondere Perspektive mit sich.

In Loving Highsmith sucht Vitija drei der Frauen auf, mit denen Patricia Highsmith für eine Zeit ihr Leben geteilt hat: die amerikanische Autorin Marijane Meaker, die bereits 2003 in einem Buch über ihre Beziehung mit Patricia Highsmith Ende der 1950er Jahre geschrieben hat. Die Künstlerin Monique Buffet. Und die deutsche Schauspielerin und Kostümbildnerin Tabea Blumenschein, die 2020 verstorben ist.

Diese drei Frauen erzählen von ihrer Zeit mit Highsmith, von ihren Wahrnehmungen und Einschätzungen. Dazu hat Vitija Familienmitglieder in Texas besucht und sehr viel Archivmaterial gesichtet. Dadurch entsteht eine interessante Montage aus Talking Heads, Auszügen aus Interviews, die Patricia Highsmith gegeben hat, aus den Verfilmungen ihres Werk sowie von Maren Kroymann gelesene Zitaten aus Highsmiths Tage- und Notizbüchern, die Diogenes im Herbst 2021 veröffentlicht hat.

Dadurch entsteht ein persönliches Porträt von Patricia Highsmith, das insbesondere durch Vitijas eigene Filmsprache überzeugt. Sehr oft ergeben sich Verbindungen aus Leben und Werk schon in der Montage, die Bilder gleiten förmlich ineinander. 

15.-
Reservaziun:
Sa 28.05.2022, 20:15

Gleich am Anfang des Films „Loving Highsmith“ steht ein Bekenntnis, das man für den Rest des Films nicht vergessen sollte: Als sie die Tagebücher von Patricia Highsmith gelesen hat, hat sich Filmemacherin Eva Vitija in Patricia Highsmith verliebt. Und Verliebtsein bringt nun einmal eine besondere Perspektive mit sich.

In Loving Highsmith sucht Vitija drei der Frauen auf, mit denen Patricia Highsmith für eine Zeit ihr Leben geteilt hat: die amerikanische Autorin Marijane Meaker, die bereits 2003 in einem Buch über ihre Beziehung mit Patricia Highsmith Ende der 1950er Jahre geschrieben hat. Die Künstlerin Monique Buffet. Und die deutsche Schauspielerin und Kostümbildnerin Tabea Blumenschein, die 2020 verstorben ist.

Diese drei Frauen erzählen von ihrer Zeit mit Highsmith, von ihren Wahrnehmungen und Einschätzungen. Dazu hat Vitija Familienmitglieder in Texas besucht und sehr viel Archivmaterial gesichtet. Dadurch entsteht eine interessante Montage aus Talking Heads, Auszügen aus Interviews, die Patricia Highsmith gegeben hat, aus den Verfilmungen ihres Werk sowie von Maren Kroymann gelesene Zitaten aus Highsmiths Tage- und Notizbüchern, die Diogenes im Herbst 2021 veröffentlicht hat.

Dadurch entsteht ein persönliches Porträt von Patricia Highsmith, das insbesondere durch Vitijas eigene Filmsprache überzeugt. Sehr oft ergeben sich Verbindungen aus Leben und Werk schon in der Montage, die Bilder gleiten förmlich ineinander. 

So |12|11:00| TRIBUNA

Devid Striesow liest Robert Walser

Einrichtung: Thorsten Lensing

«Mir sind Menschen bekannt, die der Meinung sind, es werde zu viel geschriftstellert. Wie zum Beispiel auch zu viel gemalt. Ich bin auch dieser Meinung, und daher beunruhigt mich der scheinbar zurzeit schlafende Schriftsteller Walser keineswegs. Mich freut vielmehr sein Verhalten.

Ich wünsche also unbeachtet zu sein. Sollte man mich trotzdem beachten wollen, so werde ich meinerseits die Achthabenden nicht beachten.»
(Robert Walser über Robert Walser)

Robert Walsers Prosa macht traurig und glücklich, Kategorien wie gut und schlecht sind irgendwie sinnlos bei ihm. Walser ist immer sowohl als auch: gut und böse, zierlich und chaotisch, klein und groß, natürlich und künstlich.

So könnte man auch den Schauspieler Devid Striesow beschreiben, der uns mit dieser wunderbaren Lesung beglückt. Einem breiteren Publikum bekannt ist Striesow aus vielen Film- und Fernsehproduktionen, u.a. als Tatort-Kommissar Jens Stellbrink. Aktuell ist er mit der Lesung "Die Blechtrommel" unterwegs und steht im Sommer auf der Bühne der Salzburger Festspiele. Zudem ist er am 10. und 11. Juni 2022 im Stück "Unendlicher Spass" im Theater Chur zu sehen, einer Inszenierung von Thorsten Lensing.

Thorsten Lensing ist ein mehrfach ausgezeichneter deutscher Theaterresgisseur. In der Schweiz war er bisher mit Inszenierungen an den Festspielen Zürich und am Schauspielhaus Zürich.

 

20.-
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So 12.06.2022, 11:00

«Mir sind Menschen bekannt, die der Meinung sind, es werde zu viel geschriftstellert. Wie zum Beispiel auch zu viel gemalt. Ich bin auch dieser Meinung, und daher beunruhigt mich der scheinbar zurzeit schlafende Schriftsteller Walser keineswegs. Mich freut vielmehr sein Verhalten.

Ich wünsche also unbeachtet zu sein. Sollte man mich trotzdem beachten wollen, so werde ich meinerseits die Achthabenden nicht beachten.»
(Robert Walser über Robert Walser)

Robert Walsers Prosa macht traurig und glücklich, Kategorien wie gut und schlecht sind irgendwie sinnlos bei ihm. Walser ist immer sowohl als auch: gut und böse, zierlich und chaotisch, klein und groß, natürlich und künstlich.

So könnte man auch den Schauspieler Devid Striesow beschreiben, der uns mit dieser wunderbaren Lesung beglückt. Einem breiteren Publikum bekannt ist Striesow aus vielen Film- und Fernsehproduktionen, u.a. als Tatort-Kommissar Jens Stellbrink. Aktuell ist er mit der Lesung "Die Blechtrommel" unterwegs und steht im Sommer auf der Bühne der Salzburger Festspiele. Zudem ist er am 10. und 11. Juni 2022 im Stück "Unendlicher Spass" im Theater Chur zu sehen, einer Inszenierung von Thorsten Lensing.

Thorsten Lensing ist ein mehrfach ausgezeichneter deutscher Theaterresgisseur. In der Schweiz war er bisher mit Inszenierungen an den Festspielen Zürich und am Schauspielhaus Zürich.

 

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